Terence‘ Geschichte

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Symptome

Fatigue

Herzklopfen, Schwindel

Anhaltende Heiserkeit und Husten

Hitzewallungen, grippeähnliche Symptome

Wie sich die Symptome entwickelt haben

Ich habe mich an Heiligabend 2021 erstmals mit COVID infiziert. Die ersten Tage sind nichts Besonderes gewesen. In den Wochen danach habe ich aber immer wieder Herzklopfen bemerkt. Bis zum Sommer haben diese Beschwerden nachgelassen. Ich bin zwar noch nicht wieder zu 100 % fit gewesen, habe mich aber insgesamt ausreichend gut gefühlt.

Ende September 2022 habe ich eine Grippe bekommen. Ganz normal, nichts Ungewöhnliches. Nach ein paar Wochen hatte ich aber immer noch Husten. Der Husten hat sich zusammen mit Erschöpfungsphasen, Hitzewallungen, Heiserkeit und Herzklopfen über die nächsten fünf Monate hingezogen. An manchen Tagen habe ich das Gefühl gehabt, dass es besser wird, aber die Symptome sind kurz darauf immer wieder zurückgekommen.

Bevor die Symptome in meinem Leben auftauchten, habe ich bis zu 8 Mal pro Woche (dh teils mehr als eine Trainingseinheit am Tag) und sehr intensiv Kampfsport trainiert. Ich habe außerdem täglich Yoga gemacht und auch unterrichtet. Nach der Grippe habe ich mich gezwungen, weiterzumachen, was ich später als Fehler erkannt habe. Ich musste mein Training reduzieren.

Bis Februar 2023 hat die mentale Belastung durch die Symptome stark zugenommen.
Ich bin zu diesem Zeitpunkt bereits mehrmals im Krankenhaus gewesen, um Herz und Lunge untersuchen zu lassen. Ich habe vorher nie Probleme mit Herz oder Lunge gehabt.
Die ärztlichen Einschätzungen sind immer gleich gewesen. Ich sei körperlich völlig gesund, und sie könnten sich meine Symptome nicht erklären.

An diesem Punkt habe ich begonnen, mich zu fragen, ob dieser Zustand den Rest meines Lebens anhalten wird. Meine Hausärztin ist verständnisvoll gewesen, konnte mir aber keine Lösung anbieten.

Was mir geholfen hat: Ein neues Verständnis

Da ich immer wieder Symptome hatte, die sich wie Infektion anfühlten, nahm ich zunächst an, dass mein Immunsystem irgendwie geschwächt sein müsse.

Ich habe mich viele Jahre mit Rückenschmerzen beschäftigt und habe mich in meiner Yogapraxis mit dem Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und emotionalem Ungleichgewicht auseinandergesetzt. Deshalb habe ich mich gefragt, ob es auch bei diesen immunähnlichen Symptomen eine Verbindung zu Emotionen geben könnte. Ich habe einer befreundeten Ärztin geschrieben und sie nach ihrer Einschätzung gefragt.

Sie hat mir zurückgeschrieben, dass es diesen Zusammenhang sehr wohl gibt und mir erklärt, dass das Immunsystem gewissermaßen „feststecken“ kann. Sie hat mir außerdem dargelegt, wie wichtig es ist, dem Körper zu signalisieren, dass die Krankheit vorbei ist und eine neue gesunde Phase begonnen hat.

In den folgenden Monaten habe ich dieses Thema in meiner Yogapraxis weiter erforscht und online recherchiert. Ich habe festgestellt, dass viele andere Menschen zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen sind. Gesunde, leistungsfähige Menschen ohne Vorerkrankungen hatten Infektionen durchgemacht und entwickelten langanhaltende Symptome, obwohl das Virus längst weg war.

Ich hielt es deshalb für möglich, dass das Immunsystem nicht geschwächt war. Vielleich war mein Immunsystem im Gegenteil stark und hatte sich nicht wieder abgeschaltet, als es nicht mehr gebraucht worden ist.

Anstatt also weiter daran zu arbeiten, mein Immunsystem zu stärken, habe ich begonnen, meinem Körper beim Entspannen zu helfen, damit er seine Arbeit machen kann.

Mit dieser Herangehensweise habe ich sehr schnell eine Verbesserung meiner Symptome bemerkt.

Ganz überstanden ist es damit jedoch noch nicht gewesen. Im März 2023 habe ich mich erneut stark erkältet. Zu diesem Zeitpunkt musste ich das Kampfsporttraining komplett einstellen und hatte Schwierigkeiten, weiterhin Yoga zu unterrichten.

Meine Befürchtung war, dass dies der Beginn einer weiteren fünfmonatigen Phase mit lästigen Symptomen sein könnte. Ich habe jedoch bemerkt, dass sich diese Symptome wie eine ganz normale Erkältung angefühlt haben. Sie haben sich klar von den langanhaltenden Beschwerden unterschieden, die ich zuvor erlebt hatte.

Ich habe das als Gelegenheit dafür gesehen, meinem Immunsystem einen Neustart zu ermöglichen.

Was mir geholfen hat: ein beruhigender Dialog mit dem Körper

Basierend auf eigenen Erfahrung aus Yoga und Meditation habe ich daran gearbeitet, festgefahrene emotionale Muster und Stressreaktionen aufzulösen. Diese könnten dazu beigetragen haben, dass mein Immunsystem dauerhaft im Kampf-oder-Flucht-Modus geblieben ist

Ich habe meinen Geist immer wieder daran erinnert, dass keine mysteriöse Krankheit vorliegt. Ich habe meine Symptome nicht mehr als Krankheit im Körper wahrgenommen, sondern als ein Immunsystem, das anhaltend auf etwas reagiert, was gar nicht mehr da ist. Ich habe mein Immunsystem innerlich ermutigt, loszulassen und zur Ruhe zu kommen

Was geholfen hat: Arbeit mit mentalen Mustern


Anfang April habe ich mich zu etwa 70 % genesen gefühlt. Ich habe mich gut genug gefühlt, um wieder mit dem Kampfsporttraining zu beginnen. In diesen Momenten bin ich ziemlich nah an meinen früheren Gesundheitszustand herangekommen und habe mich ziemlich lebendig gefühlt. Gleichzeitig konnte zu starke Belastung noch immer dazu führen, dass Symptome zurückkehren. Deshalb ist es wichtig gewesen, ein gut steuerbares Tempo zu finden.

Das kann sehr frustrierend sein, denn Sportler sind daran gewöhnt, gesund und leistungsfähig zu sein und an ihre Grenzen zu gehen.

Ein Schlüsselelement für mich war, meine Art wie ich trainiere zu verändern, mich auf das Wiederauftreten der Symptome einzustellen und zu lernen, wie ich mit den mentalen Mustern (Frustration, Verzweiflung) umgehen kann, die jeweils mit den Symptomen einhergehen.

Was geholfen hat: Ein gutes Maß an Bewegung.

 

Ein gut angepasstes Tempo ist in meiner Erholung sehr wichtig gewesen. Wenn man eine Knieverletzung hat, kann man nach einer Erholungsphase wieder trainieren, aber man muss ja auch langsam anfangen. Zu verstehen, wann und wie viel Bewegung angebracht ist, hat bei mir viel Ausprobieren erfordert.

Wie bereits erwähnt, habe ich Yoga und Meditation genutzt, um Stressmuster loszulassen, die möglicherweise dazu beigetragen haben, dass mein Immunsystem so feststeckte. Beides hat mir auch geholfen, die körperliche und mentale Belastung durch die Symptome selbst zu verarbeiten.

Trotzdem wann immer möglich auch Kampfsport zu machen, hat mir auch sehr geholfen.
Es ist sehr viel besser, eine angepasste Trainingseinheit zu machen, als zu Hause zu bleiben und ganz auf das Training zu verzichten. Der soziale Aspekt des Trainings hat ebenfalls immer sehr gut getan.

Was mir geholfen hat: die Möglichkeiten zu erkennen, an der Krankheit zu wachsen

Diese Krankheit hat mich gelehrt, Gesundheit nicht als selbstverständlich anzusehen. Ich habe begonnen, mentale Muster zu erforschen, die dazu beigetragen haben könnten, dass das Immunsystem feststeckte.

Ich habe zum Beispiel beobachtet, dass Stress ein Symptom auslösen kann. Meine Aufgabe habe ich deshalb darin gesehen, Wege zu finden, wie mein Körper auf alltäglichen Stress nicht mehr so heftig reagieren muss.

Was mir geholfen hat: Rückschläge einkalkulieren und mit ihnen umgehen lernen


Meine Genesung hat sich über einen langen Zeitraum von etwa anderthalb Jahren erstreckt.
Es hat Phasen nahezu vollständiger Gesundheit gegeben, gefolgt von erneuten Symptomen.
Wichtig war für mich, zu akzeptieren, dass ich mich heute besser fühlen kann und mich trotzdem wannanders wieder etwas schlechter fühlen könnte. Wenn Symptome zurückkehren, kann das auch eine Stressreaktion auslösen. Die kann wiederum das Symptom verstärken.

Wenn ich meinen Verlauf jedoch insgesamt betrachte, ist es stetig vorangegangen.
Es ist wichtig gewesen, den großen Zusammenhang zu sehen. Und nicht nur von Tag zu Tag zu schauen, wie ich es von akuten Krankheiten wie einer Grippe gewohnt gewesen bin.

Am Anfang haben mich die Symptome sehr verunsichert und viel Angst ausgelöst. Heute kann ich mich bei einem Symptom selbst beruhigen. Ich kann mir sagen, dass es vorbeigehen wird und dass ich mich wieder besser fühlen werde.

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