Das Gehirn verfügt über eine Strategie, mit der es sich vom Körper und von der Umgebung „abkoppeln“ kann.
Diese Strategie nennt man Dissoziation. Im normalen Alltag hilft uns Dissoziation dabei, den Körper zeitweise auszublenden. Das ist nützlich, wenn wir uns stark auf etwas anderes konzentrieren müssen.
Wenn Dissoziation jedoch zu häufig auftritt oder besonders ausgeprägt ist, kann sie zu verschiedenen ungewöhnlichen Erfahrungen führen.
Einige dieser Erfahrungen sind verwirrend. Während einer Dissoziation begibt sich das Gehirn in eine schützenden Trancezustand. Gedanken, Aufmerksamkeit und Erinnerungen können dann verschwommen oder wie „vernebelt“ wirken.
Dissoziation kann außerdem das Gefühl hervorrufen, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren. Funktionelle Anfälle sind eine extreme Form von Dissoziation.
Dissoziative Symptome sind reversibel und verursachen keine Schädigung des Gehirns.
Wird der Prozess jedoch nicht unterbrochen, können dissoziative Symptome mit der Zeit immer mehr Lebensbereiche beeinträchtigen.