Fühlst Du Dich ohne ersichtlichen Grund kurzatmig?

Dysfunktionale Atmung.

Der Körper atmet rund um die Uhr, und die meiste Zeit vergessen wir das völlig.

Wenn wir entspannt sind, wird das Atemmuster automatisch anhand des CO₂-Gehalts im Blut reguliert. Gedanken, Emotionen oder Stress können diesen Prozess jedoch stören und eine dysfunktionale Atmung verursachen.

Dysfunktionale Atemmuster können sich auch während einer schweren Krankheit entwickeln, bei der die Lunge beeinträchtigt ist. Das Atemmuster, das fortbesteht, wenn sich die Lungen erholt haben, ist eine Form des Körpergedächtnisses.

Dysfunktionale Atmung kann Symptome in vielen verschiedenen Bereichen des Körpers verursachen.

Bei einer Hyperventilation atmen wir zum Beispiel im Verhältnis zu den Bedürfnissen des Körpers zu viel (zu schnell/zu tief).

Das typische Atemmuster bei funktionellen Symptomen besteht darin, zu schnell zu atmen und dabei nur den oberen Teil der Lunge zu nutzen. Dieses häufige Atemmuster führt dazu, dass der CO2-Gehalt im Körper sinkt, was verschiedene Symptome wie Brainfog, Kribbeln um die Lippen und Schwindel hervorruft .

Manche Menschen verspüren Lufthunger oder bemerken, dass sie viel aufstoßen oder seufzen, da der Körper versucht, die überschüssige Luft loszuwerden. Andere Menschen bemerken, dass sie nur einen leichten Schlaf haben und oft mit einem Gefühl innerer Unruhe aufwachen.

Ein Neustart (Reset) ist notwendig.

Die Atmung wieder ins Gleichgewicht bringen

Die gute Nachricht ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, dem Körper zu helfen, sich zu entspannen und die Atmung neu zu regulieren.
Wir können neue Fähigkeiten erlernen, um die Botschaften zu verstehen, die unser Körper uns über unsere Atemmuster sendet, und unsere Atmung so anpassen, dass die Beschwerden nachlassen

Die grundlegende Empfehlung ist einfach, erfordert aber regelmäßiges Üben, um eine spürbare Wirkung zu erzielen:

– Gönn Dir über den Tag verteilt regelmäßige Pausen, in denen Du den Teufelskreis des zu viel-Atmens bewusst unterbrichst.
– Halt Deine Atemmuskeln beweglich und entspannt (dehne regelmäßig Schultern, Rippen und Nacken).
– Übe, um zu lernen, Deine Ausatmung zu verlängern, um dadurch Deine Atmung zu verlangsamen.
– Übe eine Art von Atmung, die im Zwerchfell (Bauch) beginnt und sich nach oben fortsetzt.
Ruhige Übungen wie Yoga oder Achtsamkeitsübungen können Dir dabei helfen, Dein Atemmuster wahrzunehmen und anzupassen.
– Wenn du etwas tust, das dich möglicherweise außer Atem bringt (z. B. Treppensteigen oder ein schwieriges Gespräch), denke daran, zuerst vollständig auszuatmen. Manchmal hilft ein Seufzer, die Lungen zu entleeren.

Um aus der Hyperventilation herauszukommen, besteht der Trick darin, loszulassen und nicht mehr zu versuchen, den Atem zu kontrollieren.

Diese einfache Übung kann das zu schnell/viel Atmen neu regulieren und Dir helfen, Dich entspannter zu fühlen.

  • Setz dich bequem hin und lege Deine Hände locker auf die Knie.
  • Atme ruhig durch die Nase ein uns aus und richte Deine Aufmerksamkeit etwas mehr auf die Ausatmung.
  • Wenn du dich daran gewöhnt hast, Deinen Atem zu beobachten, beginne, nach dem Ausatmen, kleine Pausen einzuführen.
  • Es ist keine Anstrengung nötig. Atme einfach nicht hastig wieder ein.
  • Lass deinen Körper entscheiden, wann der nächste Atemzug dran ist. Der Impuls wird von selbst entstehen.
  • Bleib neugierig und interessiert, während Dein Körper das Atemmuster übernimmt.