Mit welcher Stimmung bist Du heute aufgewacht?

Stimmung.

Du hast vielleicht schon gehört, dass Depression manchmal als ein „ewiger Winter“ beschrieben wird. Diese Metapher macht deutlich: Stimmung ist wie eine Jahreszeit, die für eine Weile alles im Leben einfärbt.

Wir alle bewegen uns in einer bestimmten Stimmung. Manchmal fühlt sie sich nach Frühling an, mit klarem Himmel. Und manchmal stecken wir in einem lang anhaltenden Winter fest.

In Regionen mit Jahreszeiten sieht im Winter vieles anders aus – und es ist auch anders: Das Licht ist schwächer, die Tage sind kürzer, und die Bäume tragen weniger Blätter.

Eine gedrückte Stimmung macht es schwerer, hilfreiche Dinge zu tun – wie sich zu bewegen, Freunde zu treffen oder Hobbys zu genießen. Die depressive Verstimmung selbst kann die Belastung durch Symptome erhöhen und Dich "gefangenhalten".

Therapeuten-Tipp Sticker

Unterstützung

Antidepressiva wie Duloxetin oder Amitriptylin werden häufig bei Gesundheitsangst, somatoformen Störungen und chronischen Schmerzen verschrieben.

Diese Medikamente verbessern nicht nur die Stimmung. Sie können dem Körper helfen, zu entspannen und unterstützen die Bildung neuer neuronaler Verbindungen. Das kann uns dabei unterstützen, einen Veränderungsprozess zu beginnen, wenn wir uns gefangen und hilflos fühlen.

Kognitive Verhaltenstherapie ist die psychologische Behandlungsform mit der größten wissenschaftlichen Evidenz. Es gibt aber auch andere evidenzbasierte Formen der Gesprächstherapie, zu denen Dir möglicherweise Dein Hausarzt/ärztin mehr erzählen und Dich zuweisen kann.

Wahrscheinlich ist es nicht so entscheidend, welche Form der Gesprächstherapie du wählst. Wichtig ist vor allem, eine Therapeutin oder einen Therapeuten zu finden, die oder der Dich und Deine Schwierigkeiten versteht

Wenn Du in dieser schwierigen Zeit über Therapie oder Unterstützung für deine psychische Gesundheit nachdenkst, ist das gar kein Zeichen von Schwäche. Du trägst keine Schuld an Deinen Symptomen, nur weil Du Hilfe annimmst.